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Dieter Dorn

Dieter Dorn: Mein Weg zur Dorn-Methode

Lesen Sie hier einen Auszug aus einem Vortrag von Dieter Dorn auf dem ersten Deutschen Wirbelsäulen-Kongress der Dorn-Methode in Memmingen, 11./12. Oktober 1997. Den ganzen Vortrag finden Sie unter www.dorn-forum.net

Ein ganz gemeiner Hexenschuss stand am Anfang

Meine Familie besitzt ein Sägewerk und bewirtschaftet einen kleinen Bauernhof. 1973 – ich war gerade 35 Jahre alt – passierte mir im Sägewerk ein Missgeschick, das mein Leben verändern sollte: Ich hob einen Baumstamm ungünstig von der Seite heraus an und verspürte plötzlich einen eigenartigen leichten Riss im unteren Rücken. Danach konnte ich mich nicht mehr aufrichten. Mit Mühe schaffte ich es gerade noch, mich bis zum nächsten Sofa zu schleppen. Ich dachte, dass sich die Sache in einer Viertelstunde von selbst lösen würde, doch das war nicht der Fall. Ich kam nicht mehr vom Sofa hoch und musste mich herunterwälzen, auf den Boden legen und brauchte eine Viertelstunde, um Millimeter für Millimeter hochzukommen. »Was jetzt?«, fragte ich mich, »Gehe ich zu einem Arzt? zu einem Einrenker? oder was sonst?«

Der Einrenker

Zu einem Arzt bin ich damals nicht gegangen. Deshalb kann ich nicht sagen, ob ein Arzt mir hätte helfen können. Möglicherweise wäre eine Bandscheibenoperation herausgekommen. Mir ging es auch um Zeitersparnis, und ich musste an einen Mann denken, den ich 20 Jahre zuvor ausgelacht hatte. Ausgelacht, weil ich Rückenprobleme und die damit verbundenen Schmerzen nicht kannte. Zu diesem Josef Müller, dem Schloss-Bauern in unserem Ort, ließ ich mich bringen. Er sagte mir mit einer Geste: »Krumm kommen die Leute rein, und gerade gehen sie wieder raus.« Und tatsächlich: Ich musste mit einem Bein schwingen, während er mir von hinten mit dem Daumen ins Kreuz drückte, und schon war der Schmerz weg. Alles ging ganz schnell. Dieser Josef Müller hatte die Methode vor langer Zeit von einer alten Bäuerin abgeschaut, einer kleinen einfachen Frau, die zu ihm in die Stallungen gekommen war, um das Vieh einzurichten, und die auch die Dienstboten behandelt hatte. Seit meiner Jugend behandelte Josef Müller jetzt die Leute aus dem Dorf, etwa ein oder zwei Menschen im Monat.

Als ich ihn im Anschluss an die Behandlung fragte: »Kann man das lernen?«, antwortete er: »Du brauchst es nicht zu lernen, du kannst es.« Ich war verwundert, und irgendwie reizte mich die Sache. Zum Dank brachte ich ihm noch eine Flasche Wein, doch zu mehr Kontakt kam es leider nicht, da Josef Müller schwer krank war. Vier Wochen später lag er im Koma und acht Wochen später starb er. Die Methode musste ich mir also vollständig selbst erarbeiten.

Die Kopfschmerzen meiner Frau

Meine Frau litt damals seit 15 Jahren an Kopfschmerzen...

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